Die Erkenntnis
Inzwischen habe ich die Drehbank wieder montiert.
Trotz der investierten Arbeit und den besseren Laufeigenschaften muss ich sagen - aus einem alten Gaul wird eben kein Rennpferd. Für ihr Alter (ca. 70 - 80 Jahre) befindet sie sich zwar in einem guten Zustand - aber sie ist eher etwas für Liebhaber und daher denke ich dass ich sie verkaufen und das Geld in etwas Moderneres stecken werde. Stimmt meine Altersschätzung? Der Keilriemen irritiert ein wenig - das ist aber auf einen Umbau zurück zu führen (sie lief ursprünglich mit Transmissionsriemen).
Samstag, 18. Mai 2013
Donnerstag, 16. Mai 2013
Die Welt dreht sich....
...aber meine Drehbank nicht. Hier ein paar Bilder im zerlegten Zustand. Alles demontieren, säubern, schmieren und die Gleitlager spielfrei einstellen. Als nächstes muss ich den Support einstellen - demontiert ist er schon mal. Ich suche noch Wechselräder - wenn jemand welche hat - bitte meldet Euch. Oder kennt jemand diesen Drehbankhersteller? Demnächst gibt es weitere Bilder.
...aber meine Drehbank nicht. Hier ein paar Bilder im zerlegten Zustand. Alles demontieren, säubern, schmieren und die Gleitlager spielfrei einstellen. Als nächstes muss ich den Support einstellen - demontiert ist er schon mal. Ich suche noch Wechselräder - wenn jemand welche hat - bitte meldet Euch. Oder kennt jemand diesen Drehbankhersteller? Demnächst gibt es weitere Bilder.
Mittwoch, 15. Mai 2013
Es gibt auch andere schöne Motorräder...
Wenn die Maschine nicht so klein und ich eher groß wäre und wenn ich nicht fast immer einen Viertakter einem Zweitakter vorziehen würde, dann wäre eine - ästhetisch grandiose - Scott Flying Squirrel (fliegendes Eichhörnchen) mein Wunschmotorrad.
Darunter eine Elfa. Der Klang dieses Motorrades war tief und gaaanz laut. Klanglich eine Augen- bzw. Ohrenweide.
Dienstag, 14. Mai 2013
Dokumentation und Erscheinungsbild der D-Rad Werke
Das Logo der D-Rad Werke sollte einen abstrahierten schwarzen Panther darstellen (wobei hier die Meinungen immer wieder auseinandergehen). Was die Dokumentation und die CI zu den Motorrädern betrifft, so war D-Rad vorbildlich. Es gab zu jedem Modell Ersatzteillisten und Bedienungsanleitungen. Alles schön bebildert und beschrieben. Das D-Rad Logo wurde dabei auf fast alle Teile aufgebracht. Selbst in die einzelnen Kettenglieder war das Logo eingestanzt.
Montag, 13. Mai 2013
Es geht weiter...
Weil die Timeline meines Groschengrabes jenseits von gut und böse ist, lasse ich es mal ruhig angehen und habe aufgeräumt. Anbei ein paar Bilder meiner Werkstatt (Vor dem Aufräumen und Nachher).
Bevor ich aber am Springbock weiterarbeite muss ich meine Drehbank einstellen.
Sie läuft ein wenig unrund.
Weil die Timeline meines Groschengrabes jenseits von gut und böse ist, lasse ich es mal ruhig angehen und habe aufgeräumt. Anbei ein paar Bilder meiner Werkstatt (Vor dem Aufräumen und Nachher).
Bevor ich aber am Springbock weiterarbeite muss ich meine Drehbank einstellen.
Sie läuft ein wenig unrund.
Sonntag, 20. Januar 2013
Am Anfang war das Altmetall......
weil es ein unrestauriertes D-Rad nicht an jeder Ecke gibt, muss man auf das
zurückgreifen was angeboten wird. Hier ein paar Bilder der R 0/6 im Kaufzustand:
Eigentlich gibt es zwei Möglichkeiten ein Motorrad wieder auf die "Beine" zu stellen.
1. Man entfernt den gesamten Lack um die rohen Teile wieder neu zu lackieren. Aluteile (wie Motorblock) wird glaspergestahlt usw..
2. Man erhält die Patina soweit wie möglich und schaut was man daraus machen kann.
Das kann jeder machen wie er möchte. Mir gefällt die Erhaltung der Patina am besten (sofern möglich). Ich bin der Ansicht dass ein Motorrad (oder auch Auto) dadurch vieles vom eigentlichen Erscheinungsbild des Baujahres erhält. Auf Veteranentreffen sehe ich immer wieder überrestaurierte Motorräder, die es so wahrscheinlich nie im Laden zu kaufen gab. Ich bin der Ansicht dass man sich in die Produktionsmöglichkeiten der damilgen Zeit versetzen sollte. Dies möchte ich am Beispiel meines D-Rades darstellen. Zum Zeitpunkt des Baujahres (1928) wurde noch keine Chromschicht aufgetragen, wie es heute gemacht wird. Die Teile waren vernickelt. Optisch kann man dies an dem etwas gelblichen Farbton erkennen. Zwar ist das venickeln eine Vorstuffe des verchromens und wäre daher immer noch möglich, aber trotzdem sieht man bei Oldtimern häufig Chromschichten.
Auch beim Lack gab es Weiterentwicklungen. Bis in die 20er Jahre wurden Oberflächen (ob beim Auto oder Motorrad) noch mit dem Pinsel aufgebracht. Das Lackierverfahren mit einer Spritzpistole fand noch keine Anwendung. Weil sich die Welt nach dem ersten Weltkrieg aber schneller zu drehen begann und die Nachfrage nach motorisierten Fortbewegungsmitteln stieg, musste sich auch die Lackiertechnik ändern. Ab den zwanziger Jahren wurden Metallteile im Spritzverfahren mit einem Nitrolack beschichtet. Dabei wurde aber keine Grundierung aufgebracht, sondern es wurde direkt aufs rohe Blech lackiert. Der Glanzgrad des Lackes ließ aber nach kurzer Zeit schon nach. Heute werden Lacke in mehreren Schichten aufgetragen und sind optisch meist perfekt - und genau diese Perfektion kann man auch auf Vetreranentreffen sehen. Zum Teil sind die ausgestellten Fahrzeuge neuer als neu. Genau das möchte ich nicht und hab mich dazu entschlossen die R 0/6 aufzuarbeiten. Man könnte denken das wäre der einfachere Wege - ist es aber nicht.
weil es ein unrestauriertes D-Rad nicht an jeder Ecke gibt, muss man auf das
zurückgreifen was angeboten wird. Hier ein paar Bilder der R 0/6 im Kaufzustand:
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| Der Rahmen |
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| Der Motor (ohne Zylinderkopf) |
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| Der Vergaser |
Eigentlich gibt es zwei Möglichkeiten ein Motorrad wieder auf die "Beine" zu stellen.
1. Man entfernt den gesamten Lack um die rohen Teile wieder neu zu lackieren. Aluteile (wie Motorblock) wird glaspergestahlt usw..
2. Man erhält die Patina soweit wie möglich und schaut was man daraus machen kann.
Das kann jeder machen wie er möchte. Mir gefällt die Erhaltung der Patina am besten (sofern möglich). Ich bin der Ansicht dass ein Motorrad (oder auch Auto) dadurch vieles vom eigentlichen Erscheinungsbild des Baujahres erhält. Auf Veteranentreffen sehe ich immer wieder überrestaurierte Motorräder, die es so wahrscheinlich nie im Laden zu kaufen gab. Ich bin der Ansicht dass man sich in die Produktionsmöglichkeiten der damilgen Zeit versetzen sollte. Dies möchte ich am Beispiel meines D-Rades darstellen. Zum Zeitpunkt des Baujahres (1928) wurde noch keine Chromschicht aufgetragen, wie es heute gemacht wird. Die Teile waren vernickelt. Optisch kann man dies an dem etwas gelblichen Farbton erkennen. Zwar ist das venickeln eine Vorstuffe des verchromens und wäre daher immer noch möglich, aber trotzdem sieht man bei Oldtimern häufig Chromschichten.
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| Links: Nickel; Mitte: Chrom; Rechts: Gold |
Auch beim Lack gab es Weiterentwicklungen. Bis in die 20er Jahre wurden Oberflächen (ob beim Auto oder Motorrad) noch mit dem Pinsel aufgebracht. Das Lackierverfahren mit einer Spritzpistole fand noch keine Anwendung. Weil sich die Welt nach dem ersten Weltkrieg aber schneller zu drehen begann und die Nachfrage nach motorisierten Fortbewegungsmitteln stieg, musste sich auch die Lackiertechnik ändern. Ab den zwanziger Jahren wurden Metallteile im Spritzverfahren mit einem Nitrolack beschichtet. Dabei wurde aber keine Grundierung aufgebracht, sondern es wurde direkt aufs rohe Blech lackiert. Der Glanzgrad des Lackes ließ aber nach kurzer Zeit schon nach. Heute werden Lacke in mehreren Schichten aufgetragen und sind optisch meist perfekt - und genau diese Perfektion kann man auch auf Vetreranentreffen sehen. Zum Teil sind die ausgestellten Fahrzeuge neuer als neu. Genau das möchte ich nicht und hab mich dazu entschlossen die R 0/6 aufzuarbeiten. Man könnte denken das wäre der einfachere Wege - ist es aber nicht.
Mittwoch, 2. Januar 2013
Warum ein D-Rad...Nr. 2
Nun gut, das Geld war da und wollte investiert werden.Bei mobile wurde ein D-Rad R 0/6 angeboten und mir gefällt dieses Modell neben der R 0/9, R 10 am besten.
Hier mal kurz etwas zur Historie der Deutschen Industriewerke in Berlin Spandau:
Bei den Deutschen Industriewerken in Berlin wurden von 1918/19 bis zu ihrem Ende 1932 vierzehn verschiedene Motorradmodelle entwickelt und gebaut.
Das erste Modell von ca. 1919 war die Star und hatte einen längs angebrachten Boxermotor.
Von 1922 bis 1923 wurde die M 23 gebaut (ca. 3.500 Stk.).
In den Jahren 1923 - 1924 gab es die Weiterentwicklung der M 23, die M 24.
Von diesem Modell wurden ebenfalls ca. 3.500 Stk gebaut.
1924 veränderte sich das Aussehen der D-Räder komplett. Statt des Boxermotors wurde ein Einzylinder Seitenventieler mit 500 cc eingebaut.
Es kam die R 0/4 auf den Markt. Von diesem Modell wurden bis zur R 0/5 ca. 25.500 Stk. gefertigt. In diesen Jahren erhielten die D-Räder ihren Beinamen "Spandauer Springbock". Der Spitzname ist zum einen auf den Produktionsstandort in Berlin Spandau und zum anderen auf die sehr harte Blattfeder der Vorderradfederung zurück zu führen.
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